three angles

Three angles

Installation on separated two walls in L-form Architecture,  text, 240 x 400 cm

There is a room. The room has three entrances. A guy wants to leave the room, but it is too difficult to find the exit. The room is not like a labyrinth. It is just a simple room. A girl suddenly appears. He asks her “How did you come in?” she says “just like you.” she doesn’t say anymore. She has strange beautiful eyes. Sometimes she looks like she is watching him, sometimes watching the wall through him, sometimes watching him through the wall. He is getting curious about her. “what is your name?” She doesn’t say anything, he says “There are three exits, but one is locked. There are just two exits to go out.” she says “I don’t want to go out.” She slowly walks into the corner. Suddenly  she starts looking at him. He feels like she is pushing him to the corner. Walking back back … “kung” he reaches the opposite corner of the room. A boy came to the room. “There are three exits, but one is locked.” he was alone. He was looking for an entrance to go to another room. Nothing was there except one door.

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48°09′04″ N 11°34′53″ E 29°49.28′ N 5°44.05′ W

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Ich denke, dass Licht ein sehr wichtiges Element ist, um einen Raum zu definieren. In früheren Arbeiten habe ich oft versucht, mittels Licht andere Räumlichkeiten in bestehende Räume zu integrieren. In vielen Arbeiten spielte das Licht die Rolle, Illusionen zu schaffen. In letzter Zeit interessierten mich mehr mathematische oder physikalische Raumkonzepte. Daher nutze ich für meine aktuellen Arbeiten oft Koordinaten oder Maße eines Raumes als Basis.

In der hier gezeigten Arbeit versuche ich, Licht als Energie aufzufassen und durch sie Räume zu transportieren. Die AkademieGalerie ist im Untergeschoss gelegen, in das nie natürliches Sonnenlicht dringt. Ich möchte eine Situation simulieren, als wäre der Raum an einem anderen Ort, an dem die Sonne viel scheint. Dazu arbeite ich mit UV-Licht. Dieses liegt in einem für das menschliche Auge unsichtbaren Bereich des Lichtspektrums. UV-Licht lässt Farben verblassen.

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Newton ist eine Einheit der Kraftmessung. Multipliziert man Masse mit Fallbeschleunigung, lässt sich die Kraft zwischen Erde und Objekt herausfinden. Die Ziffern an der Ballustrade geben eben jene Kraft in Newton an, die zwischen einzelnen ausgestellten Kunstwerken und der Erde wirkt.

nummer 2013

Eigen+Art Lab 50422cm

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Die Klasse Olaf Nicolai im Bereich Bildhauerei und Grundlagen des dreidimensionalen Gestaltens an der Akademie der bildenden Künste München:
Ilan Bachl, Valentino Betz, Nil Bräg, Alexander Deubl, Fabian Diem, Elke Dreier, Florian Ecker, Jan Erbelding, Veronika Galli, Lena Grossmann, Katharina Haebler, Eun-kyoung Jang, Janna Jirkova, Robert Keil, Shin-ae Kim, Se-Youn Kim, Franziska Konitzer, Jan Dominik Kudla, Yutie Lee, Markus Lutter, Jonas Münch, Anna Maria Pascó Boltá, Natalia Puric, Philipp Reitsam, Felix Leon Westner, Florian Westphal, Nuno-Miguel Wong
Auf wissenschaftlichen Konferenzen ist die Postersession fester Bestandteil des Prozedere: Forscher präsentieren auf einem festgelegten Format den aktuellen Stand ihrer Studien, Experimente und Modelle. In diesem Sinne veranstaltet die Klasse Nicolai der Akademie der bildenden Künste München auf dieser künstlerischen Konferenz namens Ausstellung ihre eigene Postersession, in der die einzelnen Poster Ausschnitte, Ausblicke oder Bestandsaufnahmen darstellen. Es ist ein Gesamtbild, das aus der Auseinandersetzung der einzelnen Klassenmitglieder mit ihrer jeweils aktuellen künstlerischen Forschung entsteht, vereint durch das gemeinsame Format.

Lagerraum Nähsaal Spielraum

Variété Liberté
Im  Frauengefängnis verwaltungsraum (woman prison administration room)

Wenn der Bauer siegt

Im ehemaligen Frauengefängnis am Neudeck in der Au gibt’s heute noch einmal “Freiheit hinter Gittern”

Aufnahme” steht in filigraner Schreibschrift an einer Tür. Was ein bisschen komisch wirkt, denn das ehemaligen Frauengefängnis am Neudeck in der Au steht seit 2009 leer. Verschiedene Grossprojekte wie das Hotel BISS wurden geplant und wieder verworfen. Jetzt sind die Künstler eingezogen und zelebrieren am heutigen Samstag noch einmal “Freiheit hinter Gittern”.

Unter dem Motto “Variete Liberte” werden Malerei, Raum-, Sound-, und Videoinstallationen gezeigt. Die Kunst wird aber nicht im Gefängnis selbst, sondern im ehemaligen Verwaltungsgebäude ausgestellt, sodass nur wenige Assoziationen an einen harten Gefängnisalltag aufkommen. In allen Räumen befinden sich zwar Gitter an den Fenstern, lediglich eine ehemalige Gefängniszelle wird genutzt und wirkt durch ihren schmalen Lichteinfall bedrückend. Da sie aber zur Bar umfunktioniert wurde, ist auch dieses Gefühl schnell wieder verschwunden.

Das Projekt versteht sich als ein offenes Kunstevent, bei dem die Besucher zum elementaren Bestandteil werden. So wird ein gelber Boxsack zum Symbol für Gegengewalt. Wenn man ihn schlägt, spielt er Originaltöne aus der Zeit der Amigo-Affäre ab. Die Besucher können ihre Mahnbescheide mitbringen, anschliessend an den Boxsack heften und ihrem Zorn freien Lauf lassen. Insofern werden Themen rund um staatliche, politische und individuelle Gewalt durch verschiedene künstlerische Hinweise aufgegriffen. Eine alte Polizeijacke ziert das Wort “Schmerzpolizei” und mutiert damit zur modischen Weste.

Der Künstlerin Shinae Kim aus der Galerie Weltraum ist mit kleinen Mitteln Beachtliches gelungen. Im einstigen Nähsaal hat sie einen minimalistischen Spielraum geschaffen, ein Schachbrett und zwei Stühle aufgestellt. Das Besondere daran: Es kämpfen nur Bauern gegen Könige, also klein gegen gross, Untertan gegen Herrscher. Ihr zweites Spiel besteht aus jeweils zwei sich gegenüberliegenden Fussabdrücken. Die Besucher stellen sich auf und simulieren eine Kampfsituation. Kim gelingt es, die Spannungsverhältnisse eines solchen Ortes, um Schuld und Unschuld, um Macht und Ohnmacht, näherzubringen.

Freiheit für immer ist eine angenehme Utopie, frei nach dem (übersetzten) Werbespruch einer bekannten französischen Zigarettenmarke, die nicht ganz zufällig als Sponsor hinter der Veranstaltung steht. Shinae Kims Schachbrett verweist auf die Realität, auf eine darwinistische Gesellschaft und damit auf den notwendigen Schutz der Schwachen.

Claudio Musotto

JVA Neudeck in der Au, Am Neu- deck 10, Samstag 14 bis 24 Uhr, Eintritt ab 18 Jahren und frei

OVB-online am 06.04.2011

Wenn in der Weißgerbergerstraße die Sonnen aufgehen


Die koreanische Künstlerin Shinae Kim verwirrt mit ihren Gegenüberstellungen und wirft Fragen auf

Schlüsselerlebnis für die Künstlerin Shinae Kim war die Beobachtung eines Sonnenuntergangs mit Speigelung im Wasser. Welche der beiden Sonnen ist nun die echte oder wahre Sonne? Auf diese Erfahrung, vor diesem Hintergrund baut sie nun ihre Kunst auf.
Die junge Frau aus Korea hat in Seoul Malerei studiert und ist nun im vierten Jahr Studentin der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. In der Galerie raum02 in der Weißgerberstraße in Mühldorf präsentiert sie eine Art Laborsituation. In der scheinbaren Leere wird der Betrachter mit dreierlei Situationen konfrontiert.
Erstens: Von der der Fensterfront gegenüberliegenden Seite aus projiziert Shinae Kim ebenfalls etwas Fensterartiges. So entstehen zwei beleuchtete, trapezförmige Felder auf dem Boden, dem Sonnenlicht, das tagsunter durch die beiden Fenster eindringt, entgegengesetzt. Die Projektion ist eine Filmsequenz, durch die alle drei Minuten ein Schmetterling flügelt – beziehungsweise nur sein Schatten. Zwei Gegenwelten? Welches ist also nun die wahre Fensterfront?
Zweitens: Im rückwärtigen Raum hat die Koreanerin einen neuen Boden angelegt – aus Sand. Sie hängt eine Neonröhre 20 Zentimeter über den Boden, vergräbt eine zweite Röhre genau darunter und lässt sie so gerade herausleuchten. Zwei Welten? Es könnte ein auf dem Kopf gestellter Raum angedeutet sein und das Gegenstück dazu, von dessen spiegelbildlicher Antipode gerade noch die Deckenleuchte zu sehen ist.
Drittens: Zuletzt wird etwas Helles auf eine kugelförmige, mattierte Glühbirne projiziert. Die Glühbirne ist nicht unter Strom, sie dient nur als Projektionsfläche eines bewegten, flammenartigen Motivs. Der Betrachter erfährt, dass das Motiv der Projektion das Bild der leuchtenden Glühbirne darstellt – reflektiert über leichte Wellen auf schwarzgefärbtem Wasser.
Die verwirrenden Gegenüberstellungen sollen Fragen aufwerfen nach dem Wesen von Dunkelheit und Licht. Gibt vorallem nicht die Dunkelheit unserer Imagination besonders Raum? Vielleicht sollte man sich mal wieder ganz genau den Nachthimmel ansehen: Was wir nicht sehen können, ist Dunkelmaterie; schließlich gibt es etwa sechsmal mehr Sterne, als sich erkennen lassen. Ein Grund mehr, sich auf die Laborsituationen von Shinae Kim einzulassen.
Finissage ist am Sonntag, 24. April, von 14 bis 16 Uhr.